Bräunlinger erlebt Erdbeben in Chile
Sven Bornemann berichtet aus der Hauptstadt von der Katastrophe
Bräunlingen. Er kam um zustudieren, jetzt ist er Augenzeuge eines derschlimmsten Erdbeben desLandes: Der Bräunlinger Sven Bornemann erlebte das Erdbeben in Chile haut-nah. Dem Schwarzwälder Bote berichtet er von der Katastrophe: Es war 3.30 Uhr am vergangenen Samstagmorgen, SvenBornemann lag in seinem Bettim Hostel in Santiago de Chileund schlief – bis die Erdeunter ihm bebte und ihn ausdem Schlaf riss. Der 22-jähri-ge Bräunlinger blieb liegenund dachte an die vielen altenGebäude in dem Stadtteil, indem er sich befand. Er habeAngst gehabt, berichtet erdem Schwarzwälder Bote, so-fort sei er »mit den Gedankenbei den Ereignissen in Haiti«gewesen. Kurz nach den ers-ten Erschütterungen kamendie Hotelbewohner beim Pooldes Hauses zusammen. »Auf-grund der recht frischen Tem-peraturen hat jeder eine De-cke bekommen. Ein Feuerwurde auch gemacht. Als esnach zwei Stunden kein Nach-beben gab, durften wir wiederins Bett«, berichtet der Bräun-linger.Kennt man die verheeren-den Daten des Erdbebens –8,8 auf der Richterskala, mehrals 700 Tote – ist Sven Borne-mann glimpflich davon ge-kommen: Das Hostel, in demer zurzeit arbeitet und lebt ha-be das Beben wie die meistenGebäude in seiner Nachbar-schaft überstanden, erzähltSven Bornemann. »Es sindzwar ein paar kleine Steinevon der Decke geflogen, inden Wänden gibt es ein paarRisse, aber eingestürzt istnichts.« Doch nur zwei Häu-serblocks von seinem Hostelentfernt, konnte der Bräunlin-ger die Ausmaße des Erdbe-bens betrachten: »Ein kom-plettes Haus ist eingestürztund auch eine nahe gelegeneKirche wurde schwer beschä-digt.« Als er das gesehen ha-be, sei ihm »definitiv sehrmulmig geworden«, berichte-te er unserer Zeitung. Überallin der Stadt seien Schuttresteder Gebäude auf den Straßengelegen.Jetzt erlebt Sven Borne-mann die Folgen des Erdbe-bens. »Am Tag nach dem Erd-beben waren die meisten Ge-schäfte geschlossen. Manmusste in kleinen LädenSchlange stehen, um etwas zuessen zu bekommen.« KeineU-Bahn sei am Wochenendemehr gefahren, alle musstendie öffentlichen Busse nutzen.Auch das Kommunikations-netz ist zusammengebrochen.»Ich konnte bis heute nichtnach Deutschland telefonie-ren trotz mehreren Versu-chen.« Per E-Mail habe er eini-ge Freunde darum gebeten,bei den Eltern in Bräunlingenanzurufen, um ihnen zu sa-gen, dass es dem Sohn gut ge-he.Wenn auch die HauptstadtSantiago de Chile vom Bebenempfindlich getroffen wurde –noch schlimmer ist es südlichder Hauptstadt, weiß derBräunlinger: »Wenn ich nunBilder und Videos im Fernse-hen aus dem Süden Chiles se-he, muss ich sagen, dass wir inder Hauptstadt mit einemblauen Auge davon gekom-men sind.«
Wednesday, March 3, 2010
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