Wednesday, March 3, 2010

Newspaper report..

Bräunlinger erlebt Erdbeben in Chile
Sven Bornemann berichtet aus der Hauptstadt von der Katastrophe

Bräunlingen. Er kam um zustudieren, jetzt ist er Augenzeuge eines derschlimmsten Erdbeben desLandes: Der Bräunlinger Sven Bornemann erlebte das Erdbeben in Chile haut-nah. Dem Schwarzwälder Bote berichtet er von der Katastrophe: Es war 3.30 Uhr am vergangenen Samstagmorgen, SvenBornemann lag in seinem Bettim Hostel in Santiago de Chileund schlief – bis die Erdeunter ihm bebte und ihn ausdem Schlaf riss. Der 22-jähri-ge Bräunlinger blieb liegenund dachte an die vielen altenGebäude in dem Stadtteil, indem er sich befand. Er habeAngst gehabt, berichtet erdem Schwarzwälder Bote, so-fort sei er »mit den Gedankenbei den Ereignissen in Haiti«gewesen. Kurz nach den ers-ten Erschütterungen kamendie Hotelbewohner beim Pooldes Hauses zusammen. »Auf-grund der recht frischen Tem-peraturen hat jeder eine De-cke bekommen. Ein Feuerwurde auch gemacht. Als esnach zwei Stunden kein Nach-beben gab, durften wir wiederins Bett«, berichtet der Bräun-linger.Kennt man die verheeren-den Daten des Erdbebens –8,8 auf der Richterskala, mehrals 700 Tote – ist Sven Borne-mann glimpflich davon ge-kommen: Das Hostel, in demer zurzeit arbeitet und lebt ha-be das Beben wie die meistenGebäude in seiner Nachbar-schaft überstanden, erzähltSven Bornemann. »Es sindzwar ein paar kleine Steinevon der Decke geflogen, inden Wänden gibt es ein paarRisse, aber eingestürzt istnichts.« Doch nur zwei Häu-serblocks von seinem Hostelentfernt, konnte der Bräunlin-ger die Ausmaße des Erdbe-bens betrachten: »Ein kom-plettes Haus ist eingestürztund auch eine nahe gelegeneKirche wurde schwer beschä-digt.« Als er das gesehen ha-be, sei ihm »definitiv sehrmulmig geworden«, berichte-te er unserer Zeitung. Überallin der Stadt seien Schuttresteder Gebäude auf den Straßengelegen.Jetzt erlebt Sven Borne-mann die Folgen des Erdbe-bens. »Am Tag nach dem Erd-beben waren die meisten Ge-schäfte geschlossen. Manmusste in kleinen LädenSchlange stehen, um etwas zuessen zu bekommen.« KeineU-Bahn sei am Wochenendemehr gefahren, alle musstendie öffentlichen Busse nutzen.Auch das Kommunikations-netz ist zusammengebrochen.»Ich konnte bis heute nichtnach Deutschland telefonie-ren trotz mehreren Versu-chen.« Per E-Mail habe er eini-ge Freunde darum gebeten,bei den Eltern in Bräunlingenanzurufen, um ihnen zu sa-gen, dass es dem Sohn gut ge-he.Wenn auch die HauptstadtSantiago de Chile vom Bebenempfindlich getroffen wurde –noch schlimmer ist es südlichder Hauptstadt, weiß derBräunlinger: »Wenn ich nunBilder und Videos im Fernse-hen aus dem Süden Chiles se-he, muss ich sagen, dass wir inder Hauptstadt mit einemblauen Auge davon gekom-men sind.«

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